„Nordhusia“ – Eine Unterwasserstadt entstand auf dem Grund des Sundhäuser See vor den Toren von Nordhausen

Das Tauchen im See ist auf Grund der Wasserqualität und Sichtweiten sowieso ein Erlebnis. Wracks laden die Taucher zu interessanten Tauchgängen in die Tiefen ein. Warum nicht noch einen Schritt weiter gehen.
So wurde eine neue Idee in der Tauchbasis Nordhausen geboren. Eine Unterwasserstadt, in Teilen der alten Reichsstadt Nordhausen nachempfunden, sollte auf dem Grund des Sundhäuser Sees entstehen. Das Projekt bekam einen Namen „Nordhusia“.

17 Segmente sind geplant. In vier bis fünf Jahren soll „Nordhusia“ komplett auf einer Fläche von rund 400 m² entstehen und versenkt sein.
Das Bauwerk soll ein Biotop werden. Nicht nur Taucher sondern auch Fische, Krebse, Muscheln und Schwämme werden hier zu finden sein. Deshalb kommen nur umweltverträgliche Materialien zur Verwendung.

Die Teilstücke werden an Land aufgebaut und mittels Schwerlastkran in den See gehoben. Danach erfolgt der Transport mit einem Schwimmponton an die Versenkungsstelle. In 12 m Wassertiefe fügen Taucher die einzelnen Bauteile zusammen.

So wird die Unterwasserstadt nach und nach immer größer und bekommt sogar Bewohner.
Eine 15 m lange Stadtmauer, ein 5 m hoher Turm, zwei Fachwerkhäuser aus Lärchenholz, vermutlich die erste Unterwasserkirchenruine mit Altar, Jesus am Kreuz, Sitzbänken und Gemälden und ein Friedhof fügen sich zu einem Bild zusammen. In den Turm ziehen zwei Eulen und ein Ritter mit seinem Gefangenen ein. Die Häuser bekommen Einrichtungsgegenstände und werden von Bauersfrauen bewohnt.
In einem Stadtpark sind Galgen, Brunnen und Bäume zu finden. Drei weitere tolle Skulpturen aus Eichenholz hauchen dem Stadtbild Leben ein.
Alle Skulpturen und Figuren wurden von den Kettensägekünstlern Dieter und Sebastian Krüger geschaffen.

Modell Nordhusia

 Modell "Nordhusia"