Tauchen ist kein Hochleistungssport und kann von jedem mit normaler Gesundheit ausgeübt werden. Auch dem Alter sind nach oben keine Grenzen gesetzt; wer jünger als 14 Jahre ist, sollte allerdings keine Tauchgänge im freien Gewässer durchführen. Nur mit Hilfe der Technik ist es möglich, einige Zeit unter Wasser zu bleiben - und das unter veränderten Bedingungen wie einem erhöhten Wasserdruck. Eine ausgeglichene Psyche spielt deshalb eine wichtige Rolle, da sonst Panik vorprogrammiert ist.

Von jedem Taucher wird daher regelmäßig ein Tauchtauglichkeits-Zeugnis verlangt.

Vorschrift: Bis zum Alter von 40 Jahren muss die ärztliche Untersuchung in der Regel alle drei Jahre durchgeführt werden - viele Tauchbasen verlangen allerdings ein Attest, das nicht älter als ein Jahr ist. Ab 40 Jahren sollte man sich jedes Jahr untersuchen lassen.

Ein Untersuchungsformular gibt es beim VDST (Verband deutscher Sporttaucher) oder anderen Tauchsportverbänden. Aber auch in Tauchschulen und vielen Tauch-Sportgeschäften sind die Formulare zu haben. Die Kosten sind je nach Aufwand der Untersuchung und dem Wohlwollen des Arztes unterschiedlich.

Grundsätzlich darf jeder Arzt ein Tauchsport-Attest ausstellen, doch nicht jeder Arzt macht dies auch in der Praxis. Die Gesellschaft für Tauch- und Überdruckmedizin (GTÜM) hat Richtlinien für die Untersuchung erstellt und eine Liste mit tauchärztlichen Untersuchungsstellen veröffentlicht.

Untersucht werden insbesondere:

  • Ohren: Gehörgänge, Trommelfell
  • Nase und Nasennebenhöhlen, Halsbereich 
  • Lungenfunktion: Atemanhaltetest, Hyperventilationstest, Lungenvolumen, Atemstoßstärke
  • Herz/Kreislauf: Überprüfung des Pulses, des Blutdrucks im Ruhezustand und unter Belastung (Ruhe und Belastungs-EKG)
  • Zähne im Hinblick auf schlechte Zahnfüllungen, Karies