Tauchausrüstung gibt es in vielen verschiedenen Formen und Farben. Welcher Typ für jeden das Beste ist, hängt von den Vorlieben und Tauchaktivitäten ab.

blub   Tauchmaske

Die Tauchmaske ermöglicht es uns unter Wasser scharf zu sehen, denn aufgrund der unterschiedlichen Brechungseigenschaften von Luft und Wasser kann das Auge unter Wasser nicht richtig fokussieren, es hat sich schließlich auf ein Leben an Land eingestellt.
Die Tauchmaske schafft nun eine Luftkammer zwischen Linse und Wasser, in welcher das Auge wieder richtig arbeiten kann. An der Scheibe kommt es aber trotzdem zu einer Brechung der Lichtstrahlen, so dass Objekte, die wir unter Wasser beobachten größer und näher erscheinen.

blub   Schnorchel

Der Schnorchel ist im Wesentlichen ein Plastikrohr, und ermöglicht uns die Unterwasserwelt zu bestaunen ohne ständig den Kopf aus dem Wasser heben zu müssen. Der Schnorchel sollte aber nicht länger als etwa 30cm sein und einen nicht zu gewaltigen Durchmesser haben.
Ist der Schnorchel zu lang und zu dick, kommt es zur Pendelatmung, man bekommt zu wenig frische Luft. Außerdem kann ein zu langer Schnorchel die Lungen schädigen, denn aufgrund des großen Druckunterschieds kann sich Blut in der Lunge sammeln!

blub   Flossen

Die Flossen sind ein großartiges Hilfsmittel in der Unterwasserwelt, kein Wunder, dass kaum ein Fisch ohne sie auskommt. Bei jeder Auf- und Abbewegung wird Wasser verdrängt, auf Grund der Form der Flosse geschieht dies im wesentlichen nach hinten, so dass der Schwimmer aufgrund der Impulserhaltung nach vorn getrieben wird.

blub   Instrumente

Das Finimeter zeigt den Druck der Luft an, die sich noch in der Flasche befindet. Es ist ein wichtigen Hilfsmittel, um während des Tauchgangs die noch vorhandene Luftmenge bestimmen zu können, die sich aus dem Produkt von Flaschenvolumen und Druck ergibt. Die letzen 50bar sind in der Regel markiert, und sollten als Reserve unverplant bleiben.

Der Tiefenmesser ist ein unentbehrliches Hilfsmittel während eines Tauchgangs. Mit diesem Instrument kann man stets sehen, in welcher Tiefe man sich gerade befindet, und zusammen mit der Uhr ermöglicht dieses Instrument sich an den vorher festgelegten Tauchplan zu halten.

Der Kompaß zur Navigation unter Wasser. Bei einem Tauchgang kann es sinnvoll sein zu wissen wie man zurück zum Ausgangspunkt kommt, oder in welcher Richtung sich ein gesuchtes Objekt befindet. Dies vermeidet Stress und unnötigen Luftverbrauch. Auch beim Suchen und Bergen kann man sich mit Hilfe des Kompaß an das vorgegebene Suchmuster halten.

Die Uhr ist unverzichtbar, an Ihr läßt sich die verstrichene Tauchzeit ablesen und man weiß, wann es Zeit ist, wieder aufzutauchen. Auch lassen sich mit ihr eventuell notwendige Dekostops und der obligatorische Sicherheitsstop einhalten. Es gibt Taucheruhren mit allem möglichen Extras, wie z.B. Tiefenmesser, Logbuch und Alarmfunktionen.

Der Computer - niemand braucht unbedingt einen Computer. Mit Tabelle und Uhr ist der Tauchgang ebenso sicher durchzuführen, aber nicht so bequem. Auch ist man mit einem Computer, der die Stickstoffsättigung ständig neu berechnet nicht so strickt an das Rechteckprofil gebunden, man kann den Tauchgang flexibler gestalten.

blub   Ventile & Atemregler

Ventile und Druckminderer sind eine wundervolle Sache, ohne sie wären unsere Ausflüge in die Unterwasserwelt undenkbar, doch hast du dich schon einmal gefragt, wie so ein Ventil aufgebaut ist, und wie die Druckminderer in der Lage sind den Flaschendruck auf ein erträgliches Maß herunterzuregeln, so dass wir Taucher nicht aufgeblasen werden.
In kalten Gewässern besteht aber auch die Gefahr, dass diese Vereisen, d.h. die Luft, die sich beim Ausdehnen abkühlt läßt eingedrungenes Wasser gefrieren, weshalb man in kalten Gewässern immer mit zwei unabhängigen Systemen taucht.

» Ventil
Das Flaschenventil bedarf eigentlich keiner Erklärung, in geöffnetem Zustand kann die Luft ausströmen, und in geschlossenem Zustand wir dies verhindert. Die Luft strömt dabei zunächst durch den Sinterfilter, der eventuell in der Flasche vorhandene Feuchtigkeit zurückhalten soll.
Zum Öffnen des Ventils würde eine Umdrehung eigentlich ausreichen, doch ist es üblich das Handrad zuerst ganz aufzudrehen und dann wieder eine halbe Umdrehung zu schließen. Die halbe Umdrehung rückwärts soll sicherstellen, dass man wenigstens etwas Luft bekommt, falls man das Handrad versehentlich in die falsche Richtung gedreht haben sollte, außerdem schont es die Dichtung.
Man merkt das daran, dass der vom Finimeter angezeigte Druck mit jedem Atemzug abfällt!
Das Ventil sollte dabei langsam geöffnet werden, damit sich der Druck in den Schläuchen langsam aufbauen kann.

» 1. Stufe
Die 1. Stufe wird direkt an das Flaschenventil angeschlossen und verringert den Hochdruck von 200 bar auf etwa 10 bar. Dies geschieht durch einen raffinierten Trick, denn immerhin soll der sogenannte Mitteldruck in jeder Tiefe konstant bleiben. Der Kolben in der Ersten Stufe ist durchbohrt, so dass auf beiden Seiten der selbe Druck herrscht. Im Federraum herrscht dagegen der Umgebungsdruck, der vom Wasser übermittelt wird. So stellt sich in der ersten Stufe ein Gleichgewicht ein, die Feder öffnet dann den Kolben, so dass der Mitteldruck ziemlich konstant gehalten wird.

» 2. Stufe
Die 2. Stufe verringert den Mitteldruck nochmals, und zwar so, dass der Druck dem umgebenden Wasserdruck angepaßt ist, dies passiert etwa mit dem selben Trick wie bei der 1. Stufe. Zusätzlich besitzt die 2. Stufe auch noch einen Luftduschenknopf, mit dem man das Ventil öffnen kann, um zu sehen, ob auch tatsächlich Luft geliefert wird.

blub   Alternative Luftversorgung (Oktupus)

Die alternative Luftversorgung erleichtert das Teilen der Luft aus einer einzigen Pressluftflasche mit einem anderen Taucher, falls dies einmal notwendig werden sollte. Eine alternative Luftversorgung hat meistens einen längeren Schlauch und eine auffallende farbige Markierung damit man sie leichter finden kann.

blub   Jacket oder Tarierweste

Das Jacket oder die Tarierweste sind Schwimmhilfen, die dem Taucher das Halten einer festen Tiefe gestatten sollen.
Es sind keine Rettungswesten, und garantieren keine ohnmachtssichere Lage !

Ist der Taucher an der Wasseroberfläche noch richtig austariert, so wird das Neopren unter dem mit der Tiefe zunehmenden Druck zusammengepreßt, der Taucher verliert Auftrieb, will er nicht wie ein Stein zu Boden sinken, dann ist es jetzt Zeit das Jacket mit Luft zu füllen, bis wieder neutraler Auftrieb erreicht ist.

Beim Auftauchen dehnt sich die Luft sowohl im Jacket als auch im Neopren wieder aus, das muss ausgeglichen werden, indem wieder Luft aus der Tarierhilfe entlassen wird, sonst kann die Aufstiegsgeschwindigkeit zu groß werden, was zu Dekompressionskrankheiten führen kann.

blub   Tauchanzüge

Neopren, ein Gummimaterial, verwendet man für Naß- und Halbtrockene Anzüge.
Bei seiner Produktion wird ein chemisches Mittel beigefügt, dass die Gummimasse aufschäumen läßt. Die winzigen Gaseinschlüsse sorgen für eine verbesserte Wärmeisolation, die dann auch von der Größe und Anzahl dieser Bläschen abhängen kann.

» Nasstauchanzug
Häufig reicht dieser Anzug für den Urlaubstaucher durchaus aus. Die Manschetten an armen Beinen und Gesicht oder Hals sind nicht extra mit glattem Neopren unterlegt, so dass stets etwas Wasser durch den Anzug zirkulieren kann, deshalb ist ein guter Sitz bei diesen Anzügen ganz besonders wichtig. Das Wasser, das eindringt wird von der Körperwärme aufgeheizt, ein geringer Wasseraustausch garantiert wärmere Tauchgänge.

» Halbtrockenanzug
Der halbtrockene Anzug ist ganz ähnlich wie der Nasse, aber durch zusätzliche mit Glatthautneobtren unterlegten Manschetten und Reißverschlüssen hält diese Art wesentlich länger Warm, doch Wasser kann immernoch eindringen. Im Gegensatz zum Naßtauchanzug ist der Wasseraustausch jedoch schon stark reduziert. Selbst in den kälteren Gewässern lassen sich damit schon angenehme Tauchgänge durchführen. Es soll auch Leute geben, die damit Eistauchgänge durchführen.

» Trockentauchanzug
Der Name spricht für sich, hier dringt wirklich kein Wasser mehr ein. Man könnte sogar seine Klamotten darunter anbehalten. Der Umgang mit dieser Anzugart bedarf aber etwas Training, denn es wird gleichzeitig auch mit dem Luftgefüllten Anzug tariert, wenn die Luft dann in die Beine strömt kann einen das in eine unangenehme Lage bringen.

blub   Pressluftflasche

Die Luft, die wir mit hinunternehmen wird vor dem Tauchgang in die Flasche gepreßt. Üblich sind 200 oder 300 bar. Die Anschlußverschraubungen an der 1. Stufe sind systemabhängig !
Nicht immer wird reine Luft verwendet, je nach Einsatz und Ausbildung des Tauchers können auch andere Gemische sinnvoll sein, bei Sporttauchern ist aber normale Luft weit verbreitet.
Man unterscheidet Stahl- und Aluflaschen, sie müssen in einem Intervall von 2,5 bis 5 Jahren zum TÜV (Neueste Verordnung vom 01.01.2004). Um Rost und die Gefahr des Vereisens zu verringern wird möglichst trockene Luft verwendet!

blub   Blei

Die Luft, die im Neopren eingeschlossen ist sorgt für Auftrieb, dieser wird durch eine passende Menge Blei ausgeglichen. Man rechnet etwa ein Kilo pro Millimeter Neopren, aber das ist immer auch eine persönliche Sache.
Mit voller Flasche sollte man soviel Blei mitnehmen, dass man bei halb leerer Lunge noch mit dem Kopf aus dem Wasser schaut. Es ist nicht sehr günstig eine Überbleiung mit der Tarierweste auszugleichen, denn je tiefer man taucht, desto mehr Luft im Jacket muss den verringerten Auftrieb des Neoprens ausgleichen.

blub   Lampe und Messer

Das Messer, es ist für Notfälle gedacht. Mit ihm kann man Netze und Schnüre zerschneiden, wenn man sich darin verfangen hat, noch besser ist es selbstverständlich sich gar nicht erst darin zu verfangen.
Licht, das versteht sich von selbst, braucht man, wenn es dunkel wird unter Wasser, sei es in Höhlen, Wracks oder in der Nacht und um Farben bei tieferen Tauchgängen zu erkennen.