Verbot für Möwensee bleibt vorerst

   Thüringer Allgemeine / 03.08.18   

Der bei Tauchern und Surfern beliebte Möwensee wird wegen der Krebspest noch einige Monate gesperrt sein.
Das Nutzungsverbot gelte noch „mindestens bis Jahresende“, erklärte Matthias Piontek von der Unteren Naturschutzbehörde auf TA-Anfrage.

Es dauere relativ lange, bis in dem etwa 70 Hektar großen Gewässer alle Edelkrebse abgestorben seien, ebenso der die Krebspest auslösende Pilz „Aphanomyces astaci“, erläutert der Biologe. Dies sei Voraussetzung, um einen Neubesatz nicht erneut zu gefährden. Eine Therapie gegen die Krebspest, die auch Wasservögel befallen kann, gibt es nicht.

Mitte Juli war der Ausbruch der Krebspest im Möwensee festgestellt worden. Daraufhin hatte das Landratsamt sofort ein Nutzungsverbot des Sees ausgesprochen, das Taucher, Surfer und Badegäste betrifft. Sanktioniert ist es mit Geldbußen von bis zu 50 000 Euro. Matthias Piontek kündigte auch in den nächsten Monaten Kontrollfahrten durch die Untere Naturschutzbehörde, das Ordnungsamt der Stadt Nordhausen und der Polizei an. „Der Landkreis hofft, dass nicht weitere Gewässer gesperrt werden müssen.“

Kristin Müller

 

Krebspest im Möwensee

   Thüringer Allgemeine / 14.07.18  

Vorerst keine Abkühlung mehr im Nordhäuser Möwensee: Um die Ausbreitung der sogenannten Krebspest zu verhindern, hat das Landratsamt Nordhausen Baden, Surfen und anderen Sport dort verboten.
Verstöße können mit einer Geldbuße von bis zu 50 000 Euro bestraft werden. Das geht aus einer am Freitag erlassenen Verfügung des Landratsamtes hervor. Zuvor hatten verschiedene Medien berichtet.

Badegäste sollen deshalb auf den benachbarten Bielener See ausweichen. Der Möwensee, ein stillgelegter Kiestagebau, ist einer von verschiedenen nahe beieinander gelegenen Seen in Nordhausen, die etwa bei Wassersportlern besonders beliebt sind.

Die freischwimmenden Sporen des Krebspest-Pilzes könnten etwa an der Tauch- und Angelausrüstung haften bleiben oder auch an Surfbrettern oder am Fell von Hunden. So könnten sie weiterverbreitet werden, wie das Landratsamt warnt.

Experten führen die Ausbreitung des Pilzes auf ausgesetzte invasive Arten wie den Roten Amerikanischen Sumpfkrebs oder auch auf den Marmorkrebs zurück, der sich seit Jahren ausbreitet. Heimische Edelkrebse verfügen nicht über deren Abwehrkräfte gegenüber dem Pilz. Für sie verläuft der Befall daher meist tödlich. Die Krebspest gilt für den Menschen als ungefährlich.

Daniel Maurer

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